10. Feb 2016

Pistenfeeling auf dem Wohnhaus

Der kasachische Architekt Shokhan Mataibekov hat mitunter originelle Ideen wie etwa seine Cloud-City oder sein Konzept für die Wohnanlage „Tau-samal“. Und nun könnte sich seine Idee einer Skipiste auf einem Wohnkomplex in der Hauptstadt Kasachstans Astana konkretisieren.

Die Grundidee sieht eine Slalom-Strecke von der Spitze des Gebäudes bis hinunter auf annähernd Straßenniveau vor. Deshalb auch der Name des Projekts – Slalom House. Die Anlage soll 21 Stockwerke mit 421 Wohnungen aufweisen. Das würde für eine Piste von rund 326 Metern reichen. Die U-Form des Bauwerks bestimmt den Streckenverlauf.

 

Laut Mataibekov kam ihm der Einfall aufgrund der Lage Astanas in einer flachen, prärieartigen Landschaft mit langen Wintern und Graden von gerne mal minus 15 Grad. Also ideale Bedingungen für den Skisport. Leider befindet sich das nächstgelegene Skigebiet vier Autostunden entfernt. Für skigegeisterte Hauptstädter Kasachstans wäre diese Piste also perfekt geeignet. Zuallererst natürlich für die zukünftigen BewohnerInnen des Slalom-Hauses, die mit dem Aufzug, der sozusagen als Skilift fungiert, schnurstracks hochfahren und auf Skiern abwärts bis zum Aufzug gleiten können für eine neue Runde. Die relativ kurze Strecke wird durch schnelle Aufzüge, die die SkifahrerInnen in nur 48 Sekunden wieder an den Startpunkt bringen sollen, ausgeglichen. Als Unterlage wird in den schneearmen Monaten eine Art Kunstschnee genannt Snowflex dienen.

 

Die Kosten belaufen sich laut Aussage des Architekten auf rund 63 Millionen Euro. Was die Verwirklichung betrifft, spricht Mataibekov von durchaus interessierten Gruppen und betrachtet man all die hypermodernen Bauwerke in Astana, allen voran das Regierungsviertel dieses rohstoffreichen Landes, dann würde ein solches Wohnhaus mit Skipiste gut dazu passen. Ausschlaggebend wird wohl das Verhältnis von Mataibekov zur Familie Nasarbajew sein.

 

http://mataibekov.com