04. Apr 2017

TOP 10 Reiseziele 2017

Die paradise-Rangliste der Top Destinationen 2017 gibt zum einen die Meinungen der wichtigsten Entscheidungsträger der Branche wieder: Dazu zählen sowohl große Reiseveranstalter und Reiseverlage als auch die weltweit einflussreichsten Tageszeitungen wie die New York Times, die alljährliche Bestenlisten veröffentlichen. Solche Listen führen natürlich nicht jene Destinationen mit den meisten Touristen, sondern sie zeigen kommende, mögliche Trends auf und lenken die Aufmerksamkeit auf Ziele, die bisher nicht jeder auf dem Schirm hatte. In diesem Sinne sind die TOP 10 von paradise einerseits ein Überblick, andererseits aber auch eine individuelle Einschätzung der Redaktion, die so manche Überraschung bereithält.

01_Gerold_Sigol_NWTTDempster+Hwy_15

Die TOP-Destination mag für viele eine Überraschung sein und gleichzeitig ist es höchste Zeit wieder einmal den Fokus auf das zweitgrößte Land der Erde zu lenken, denn in Kanada trifft die unendliche Weite der Natur auf einmalige kulturelle Hotspots. Das Land findet sich 2017 in nahezu jeder Rangliste wieder, egal ob Reisemagazin, Veranstalter oder Tageszeitung. Lonely Planet und die New York Times setzen es sogar an die Spitze. Unser Tipp: Besuchen Sie die alte Goldgräberstadt Yellowknife in den Northwest Territories. Mitten in der kanadischen Wildnis gibt es in dieser Provinz mehr als eine halbe Million Seen und Wasserwege, also jede Menge Gelegenheiten für Aktivitäten am und im Wasser.

Foto: Gerold Sigl.

02_Colca-Tal

In Südamerika zählt Peru zu den Topreisezielen 2017. Das Land hat mit Machu Picchu oder auch dem Titicacasee einmalige Highlights zu bieten, die auf dem ganzen Kontinent ihresgleichen suchen. Gleichzeitig gibt es in Peru sehr viel unberührte Natur vor allem im Anden-Tiefland im Osten und die Landschaft der Anden ist prädestiniert für Trekkingreisende etwa bei Huaraz oder Cusco, aber auch im Colca Canyon.

Bild: Colca-Tal, Foto: Dr. Eugen Lehle

03_Porto

Porto ist die zweitgrößte Stadt Portugals und eine der ältesten Städte Europas überhaupt. Ihre lange Tradition als Handelsmetropole hat sie der strategisch günstigen Lage an der Mündung des Douro zu verdanken. Wegen der zahlreichen barocken Kirchen ist Porto auch bauhistorisch sehr interessant und wird oft als „Barockstadt“ bezeichnet. Enge Gassen winden sich vom Ufer des Douro den Hang empor und bilden mit der dichten Bebauung die terrassenartige Struktur der Altstadt Ribeira. Die Weinberge, an denen die Trauben für den Portwein wachsen, erstrecken sich ebenfalls entlang des Douro. Für die Herstellung dieses speziellen Süßweins dürfen per Gesetz (seit 1756) nur Trauben aus einem genau definierten Gebiet verwendet werden.

Bild: Ponte Dom Luís I, Foto: Rossana Ferreira

04_Bhutan_Thimphu

Das Königreich Bhutan machte in letzter Zeit vor allem mit seinem Bruttoglücksprodukt statt eines Bruttoinlandsprodukts Schlagzeilen. Dort wird die Zufriedenheit der Menschen erhoben und nicht allein nach ihrer wirtschaftlichen Produktivität geurteilt und gemessen. Somit ist das Land ein Vorbild für eine alternative Ökonomie, die sehr stark auf ökologischen Grundsätzen fußt. Eine beeindruckende Landschaft und die einzigartige Architektur, alle Gebäude des Landes müssen in traditioneller Bauweise errichtet werden, machen den Reiz von Bhutan aus. Der Tourismus befindet sich im Aufbau und ist streng reglementiert. Reisen ist das Himalaja-Königreich können nur über Reiseveranstalter erfolgen und pro Tag muss der/die Reisende ca. 200 Euro bezahlen.

Bild: Kinder in traditioneller Kleidung vor dem königlichen Palast von Thimphu. Foto: Steve Evans

05_LuangPrabang_Wat_Xieng_Thong_2016

Laos gehört zu den ursprünglichsten Ländern in Südostasien. Es wird kommunistisch regiert, öffnet sich aber seit einigen Jahren schrittweise dem Westen und damit auch dem Tourismus. Die alte Königsstadt Luang Prabang im bergigen Norden des Landes wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, dabei stellte man 32 buddhistische Klöster und die gesamte französische Kolonialarchitektur unter Denkmalschutz. Ungefähr 25 km nördlich von Luang Prabang direkt am Mekong liegen die Pak Ou-Kalksteinhöhlen, die Hunderte von Buddhafiguren beherbergen.

Bild: der Tempel Wat Xieng Thong. Foto: Ekrem Canli

06_Estatua_de_Johan_Ludvig_Runeberg,_Esplanadi,_Helsinki,_Finlandia

Helsinki sollte man sich 2017 nicht entgehen lassen. Immerhin feiert Finnland heuer 100 Jahre Unabhängigkeit und die Hauptstadt bietet dabei ein ganz besonders vielfältiges Programm. Helsinki ist nicht nur politisches und wirtschaftliches, sondern auch kulturelles Zentrum des Landes. So feiert das HAM, das Helsinki Kunstmuseum, das Jubiläum mit der Ausstellung „Modern Life“, in der die Auswirkungen der Moderne auf den Alltag und die Künste in Finnland dargestellt werden. Außerdem wird es eine Ausstellung über das Erbe des legendären Architekten Eliel Saarinen als „Erbauer“ Finnlands und Pionier der Stadtplanung in Helsinki im Laituri geben. Am Helsinki-Tag, dem 12. Juni, veranstaltet das Helsinki Philharmonieorchester das „Everyone Sing“-Konzert im Musiikkitalo, das landesweit live übertragen wird.

Das Bild zeigt den Esplanade Park – mit dem Denkmal von Johan Ludvig Runeberg -, der im Herzen Helsinkis liegt und der bei Einheimischen und Gästen gleichermaßen beliebt ist. Foto: Diego Delso

07_Namibia_Bushmans_Paradise_at_Spitzkoppe

Die Highlights von Namibia kurz zusammengefasst: in der Wüste die „Little Five“ sehen, mit dem Heißluftballon bei Sonnenaufgang über der Namib schweben, Schwarzwälder Kirschtorte in Swakopmund genießen, im nächtlichen Himmel das „Kreuz des Südens“ entdecken und Wüstenelefanten im offenen Safariwagen beobachten. In Namibia erfahren Besucher was Freiheit bedeutet: endlose Horizonte, klarer Himmel und eine Bevölkerungsdichte, die zu den niedrigsten der Welt gehört, sind die Zutaten für einen perfekten Urlaub in Afrika.

Bild: Buschmann-Paradies, Spitzkoppe. Foto: Hansueli Krapf

08_Mongolei_IderiinGol

Das endlos scheinende Hochland der Mongolei liegt zwischen Russland und China und ist der flächenmäßig zweitgrößte Binnenstaat der Welt. Nahezu alle Sehenswürdigkeiten liegen außerhalb der Städte, wo jedes Tal, jeder Berggipfel und jede Passstraße eine Attraktion sein kann. Die weltweit größte Fundstätte von Dinosaurierknochen findet sich etwa im Gurvan-Saichan-Nationalpark in der Nähe von Dalansadgad. Etwas westlich davon (halbe Tagesreise) liegt ein Gletscher mitten in der Wüste und noch weiter im Westen erstreckt sich Khohgoryn El, die größte Sanddüne der Welt, über ca. 120 km Länge, 30 km Breite und 200 Meter Höhe.

Bild: Ider bei Dschargalant. Foto: Yaan

09_Oman_Wadi_Bani_Khalid_East_RB

Der Oman ist ein Sultanat, das seit 1970 von Sultan Qabus ibn Said regiert wird und das zu den am besten organisierten Ländern Arabiens zählt. Die Omanis legen viel Wert auf ihre kulturelle Identität und Eigenständigkeit. Die Landschaften sind sehr unterschiedlich: Fjorde in Musandam, geologische Vielfalt im Hadjar-Gebirge, die langen Sanddünen der Rub al-Khali, das im Sommer tropisch-grüne Dhofar, die Plantagen der Batinah-Küste oder die moderne Hauptstadt Maskat. In puncto Kultur sorgt das Ministerium für Nationales Erbe und Kultur bereits seit Mitte der 1970er Jahre dafür, dass die anfangs hohen Einnahmen aus dem Ölgeschäft nicht in moderne Prachtbauten gesteckt wurden, sondern dass historische Gebäude restauriert und Neubauten formal-architektonisch in die bestehende Kultur eingebunden wurden. Bild: Wadi Bani Khalid in der Scharqiyya-Region, nördlich der Wahiba-Wüste.

Foto: Richard Bartz

10_Porquerolles_panorama

Die Côte d’Azur war schon früh ein touristischer Sehnsuchtsort und kommt nun wieder mehr in Mode, und zwar nicht nur bei den ganz Reichen und ganz Schönen, sondern bei Menschen, die diese wundervolle Landschaft aufs Neue entdecken wollen, ohne die Zusatzrentenversicherung dafür auflösen zu müssen. Ein diesbezüglich idealer Ort, der etwas abseits der absoluten Hotspots dieser Region liegt, ist die Île de Porquerolles, die größte Insel der Inselgruppe von Hyères, die der Halbinsel Giens in der Nähe von Toulon vorgelagert ist. Im Süden der Insel liegt eine schroffe, von Felsen dominierte Steilküste, an der sich wunderschöne Calanques (steilwandige Küsteneinschnitte) verstecken, im Norden herrscht eine eher karibische Atmosphäre mit feinen Sandstränden (der Plage Notre Dame ist einer der schönsten Strände Europas) und türkisblauem Wasser vor. Die Île de Porquerolles ist von Weinfeldern, Olivenhainen und malerischen Buchten geprägt. Und oberhalb des Hafens wartet das Fort du Grand Langoustier, das Kardinal Richelieu 1633 erbauen ließ, auf einen Besuch.

Foto: Gasti