27. Sep 2016

RIMOWA schafft Rückkehr der Junkers F13

Endlich war es so weit. Der lang ersehnte Erstflug der Junkers F13 von RIMOWA ging elegant über die Bühne. Das Lieblingsprojekt von RIMOWA-CEO Dieter Morszeck nimmt damit fliegende Form an. Gäste aus aller Welt waren zu diesem Anlass auf den Flugplatz Dübendorf (vormals der erste Flughafen in Zürich) gekommen, um der „Anneliese 2“, wie sie in Anlehnung an eine der ersten Junkers F13 genannt wird, die Ehre zu erweisen.

Fast 100 Jahre nach der Einführung der „Urmutter aller Verkehrsflugzeuge“ fand der sensationelle, offizielle Erstflug der Replika statt. Pünktlich zum Take-Off wurde aus dem Projektnamen „RIMOWA F13“ eine wahre Junkers F13, die auch namentlich das Erbe des Visionärs Professor Hugo Junkers weiterführt. Die Replika der Junkers F13 ist kein Nachbau eines beliebigen Oldies, sondern ist das weltweit erste Ganzmetallverkehrsflugzeug, Inspiration für Generationen von Flugzeugbauern und Wegbereiter der modernen Passagierluftfahrt. Das Original hatte bereits am 13. September 1919 den Höhenrekord von 6750 m erreicht. Zur damaligen Zeit eine unglaubliche Leistung.

Die Junkers F13 von RIMOWA rollte sachte an, wurde schneller und hob nach nur 200 Metern sanft vom Boden ab. 450 PS, die eine Reisegeschwindigkeit von 176 km/h möglich machen, sind unter der Haube verborgen. Die Screens am Flugplatz zeigten Livebilder aus dem Cockpit. Beim Blick auf die Armaturen fühlten sich die Zuschauer in die Vergangenheit versetzt und staunten mit wie wenig Technik damals geflogen wurde. Die Replika verfügt zwar über wesentlich mehr technische Ausstattungen als das Cockpit der historischen Junkers F13, hat im Vergleich zu modernen Jets allerdings wenig Instrumente und kein Glascockpit. Im offenen Cockpit saßen der Testpilot Oliver Bachmann und natürlich RIMOWA-CEO Dieter Morszeck, der seit 34 Jahren Privatpilot ist. Eine weitere Kamera zeigte die geübten Handgriffe des Testpiloten, der die Maschine sicher navigierte. Und so souverän wie der Start erfolgte auch die Landung. In einer fließenden Bewegung kam die Junkers F13 am Boden an und wurde mit anhaltendem Applaus empfangen. Als Dieter Morszeck das Cockpit verließ, kommentierte er stolz und voller Begeisterung: „Mein Traum ist wahr geworden. Die Junkers F13 ist wieder in der Luft und ich durfte als Crewmitglied den offiziellen Erstflug hautnah miterleben. Besser geht es nicht.“

Von der Idee bis zum Jungfernflug vergingen sieben Jahre der Recherche, Planung und Streben nach den erforderlichen Genehmigungen. Um ein Projekt dieses Ausmaßes zu stemmen, taten sich drei starke Partner zusammen: die JU-Air, der Verein der Freunde historischer Luftfahrt e.V. (VFL) und RIMOWA. Initiiert wurde die Idee vom VFL, doch der Kölner Unternehmer Dieter Morszeck, dessen Vater vor über 60 Jahren Koffer aus dem gleichen Material wie die F13 (Duralumin) entwickelte, fühlte sich Hugo Junkers Projekt sofort verbunden und förderte den Nachbau der ersten wieder flugfähigen F13 maßgeblich. „Hugo Junkers war der erste, der Duralumin im Flugzeugbau verwendete. Für Junkers-Flugzeuge und für Koffer von RIMOWA wurden die gerillten Bleche weltweit zum Erkennungszeichen“, sagt Morszeck „Aus diesem Grund habe ich den Wiederaufbau einer flugfähigen Junkers F13 verfolgt und gefördert. Ich wollte der Welt ein wichtiges Kulturgut zurückgeben – und zwar nicht im Museum, sondern dort wo es hingehört: in der Luft.“

Die Zulassung ist noch für 2016 geplant, Zertifizierung und auch die Erstauslieferung sollen noch im November erfolgen – Vorbestellungen werden entgegengenommen.

www.rimowa-f13.com/de