02. Mai 2017

Wiener Eleganz im Grand Ferdinand

In 188 Zimmern und drei Restaurants vereint das Hotel Grand Ferdinand am Schubertring das Schöne und den Genuss vergangener Tage mit den feinen Annehmlichkeiten der Gegenwart. Extravagante Details setzen in der harmonischen Gesamtkomposition Akzente – von der Oase im Innenhof über den Pool am Dach bis hin zur Stadtrundfahrt im Maserati.

Florian Weitzer hatte schon länger die Vision, die Hauptstadt Wien um ein glanzvolles Hotel zu bereichern. Seit er 2003 die Familiengeschäfte übernahm – die Familie Weitzer ist seit über 100 Jahren im Hotelgeschäft – drückt er den Hotels Weitzer, Wiesler und Daniel Graz seinen persönlichen Stempel auf. 2011 folgte mit dem Daniel Vienna der Sprung nach Wien. Und im Herbst 2015 öffnete der vorläufige Höhepunkt der Expansion, das Grand Ferdinand an der Wiener Ringstraße seine Pforten. Mit viel Gespür für den Puls der Zeit baut Florian Weitzer nie auf 08/15-Konzepte, sondern entwickelt für jedes Haus eine eigenständige und in sich stimmige Hotelwelt, die er laufend nachjustiert. Wie in all seinen Häusern verzichtet Weitzer auch im Grand Ferdinand auf Verstaubtes, entlehnt der Tradition hier aber einige schöne Seiten, um daraus zeitlose Eleganz zu kreieren; angelehnt an die Blütezeit der Ringstraßenära, in der sich Wien zur mondänen europäischen Großstadt wandelte, eine Zeit, in der man in allen Dingen nach Vollendung strebte. Auch das Grand Ferdinand folgt einer Gesamtkomposition, die auf der gezielten Anordnung aller Komponenten zueinander basiert. Seien es die vom Wiener Traditionshaus Lobmeyr nach alten Entwürfen handgefertigten Lüster im weiträumigen Erdgeschoss, die Thonetstühle oder die mit französischem Mumm Champagner bestückte Bar im Zimmer. Die noble Harmonie zieht sich durch alle Bereiche vom Interieur bis zur Gastronomie.

„Schönheit ist keinesfalls eine Geldfrage, keine Designfrage und schon gar kein Wettlauf der Kreativität, sondern ganz einfach eine Einstellungssache“, sagt Florian Weitzer. Ganz deutlich sichtbar wird dieser Zugang auch in der Gestaltung der 188 Zimmer in fünf Kategorien. Jedes einzelne ist eine maßgefertigte Komposition aus zeitloser Eleganz, zeitgemäßem Komfort und gefühlvollen Extras. Hier wird das Licht wie früher mit Keramikschaltern im wahrsten Sinne des Wortes „aufgedreht“ und die Duschwände aus Glasbausteinen sind eine Reminiszenz an die Entstehungszeit des Gebäudes, die 1950er Jahre. Das Farbkonzept sieht in allen Zimmern ein elegantes Wechselspiel von nostalgisch geschwungenen Betthäuptern und Spiegelumrandungen in Weiß, dunklen Holzböden und anthrazitfarbenen Wänden vor. Der runde, mit Ledergurten umrandete Spiegel über dem Waschbecken ist ein von Gubi im Stil von Jacques Adnet nachgebauter Designklassiker. Details wie innen liegende, faltbare Fensterläden aus weißem Holz vervollständigen die von Florian Weitzer stimmig inszenierte Ausstattung. Auch ein „Standard“-Zimmer ist mit einem komfortablen Kingsizedoppelbett, einer Minibar im Lederkoffer sowie einer Regendusche ausgestattet. Etwas mehr Größe inklusive einer Chaiselongue aus grünem Leder und einer Champagnerbar verleihen der Kategorie „Comfort“ eine Portion Extravaganz – getoppt wiederum von der Kategorie „Superior“ mit einem zusätzlichen Schreibtisch. Die Suiten liegen in der letzten, der siebten Etage. Von hier reicht der Blick über die Ringstraße und die Dächer von Wien, ob von der frei stehenden Jugendstil-Badewanne aus Gusseisen oder von der privaten Terrasse aus. Sogar bis zum Riesenrad sieht man von der 100 m² großen Grande Suite. Ein begehbarer Schrank, extra Schminktisch, Terrazzoboden kombiniert mit Holzdielen, zwei Toiletten – hier wird die in allen Belangen zelebrierte Großzügigkeit nur noch von einem privaten Aufgang zum Rooftop und somit zur „Grand Étage“ (Restaurant/Lounge) und dem exklusiven Pool gekrönt. 1500 Euro kostet die Nacht in der Grande Suite, aber gemäß Florian Weitzer sollte das Gesamterlebnis Grand Ferdinand auch für weniger gut gefüllte Brieftaschen zugänglich sein. So zahlt man für ein Stockbett im eleganten Achtbettzimmer nur günstige 30 Euro – und bucht über Airbnb. Außerdem bereichert das Grand Ferdinand die Wiener Gastronomie mit zwei Lokalen – dem „Grand Ferdinand Restaurant“ mit seiner altösterreichischen Küche und dem „Gulasch & Champagne“ für den kleinen Hunger.

Nach dem Hotel Daniel Vienna ist der Umbau eines Bürogebäudes zum Hotel schon die zweite Zusammenarbeit zwischen den Weitzer Hotels und Atelier Heiss Architekten. Der mächtige Stahlbetonbau, dessen Fassade aus Sandstein und schwarzem Granit und dessen Vestibül aus rotem Marmor denkmalgeschützt sind, stammt aus den 1950er-Jahren. Dem Wunsch des Hotelbetreibers folgend, dem alten Bestand respektvoll Größe und Eleganz einzuhauchen, wurde das Gebäude mit Baubeginn Frühjahr 2014 nahezu ausgehöhlt. Zwei Hoftrakte wurden abgetragen und neu errichtet sowie das Erdgeschoß über zwei Etagen geöffnet. Dies ist das beste Beispiel für das Comeback zeitloser Schönheit und Eleganz am Schubertring 10-12: Es beherbergt in der Form eines liegenden „E“ den Haupteingang. Die neu geschaffene opulente Weiträumigkeit gipfelt in einem Blick durch raumhohe Fenster direkt von der Straße ins Restaurant und weiter in den Innenhof. Durch die Hoteleröffnung erhält das Gebäude den Stellenwert an der Ringstraße zurück, der ihm gebührt

www.grandferdinand.com