08. Mrz 2016

Salzburger Casino-Schloss aufwendig saniert

Es ist ein Haus mit Geschichte und hatte schon viele Berühmtheiten zu Gast. So wurden im Schloss Klessheim in Salzburg bereits Königin Elisabeth II (1969), Richard Nixon (1972 und 74) oder auch Erich Honecker (1981) als Staatsgäste empfangen. Seit 1993 ist das Schloss Betriebsstätte des Casino Salzburg. Seit ungefähr einem Jahr arbeitet man dort intensiv an einer groß angelegten Sanierung, die vor allem die Errichtung zweier Anbauten an der Rückseite des Schlosses beinhaltet. Durch diese Anbauten soll das eigentliche Schloss von Funktions- und Technikräumen befreit werden, um den Gästen mehr Schlossfläche zugänglich machen zu können. Konkret wird diese Fläche durch die Sanierung um 20 % (von 40 auf 60 %) erweitert.

Dabei erfolgte die Errichtung der beiden Zubauten auch und vor allem aus Gründen des Brandschutzes. Durch eine dreiteilige Brandabschnittsbildung im Gebäudekomplex und die Errichtung zweier Fluchtstiegen wird das Schloss Klessheim nun den modernsten Sicherheitsstandards gerecht. Außerdem beherbergen die beiden Baukörper zwei Aufzüge sowie moderne Sanitäranlagen. Das Schloss Klessheim wird nun zum ersten Mal in seiner Geschichte barrierefrei zugänglich sein.

Ebenfalls im vergangenen Jahr wurde mit der schrittweisen Sanierung der Außenhülle begonnen. Schwerpunkte sind hier die Renovierung der Fassade, die Sanierung von Dach und Dachstuhl sowie der Fenster – natürlich in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt. All diese Maßnahmen sind die Voraussetzung für eine langfristige behördenkonforme Betriebsführung. Gleichzeitig werden auch die hohen Qualitätsansprüche der Gäste an einen Besuch in einem Barockschloss erfüllt. Casinos Austria sichert damit die historische Substanz und steigert darüber hinaus nachhaltig den Wert des Gebäudes. „Bis zum Spatenstich für dieses Großprojekt war es ein langer Weg. Wir haben uns viele Jahre auf diese – zugegeben anstrengenden – Monate der Umbauphase vorbereitet. Schließlich ist dies das größte Bauprojekt, das Casinos Austria während eines laufenden Spielbetriebs je abgewickelt hat. Herausfordernd war es in der 2. Oktoberwoche, wo 90 % der Schlossfläche gleichzeitig Baustelle waren. Das gesamte Team hat immer auf ein gemeinsames Ziel hin gearbeitet: Das Casino Salzburg im Schloss Klessheim soll zur besten Ausgeh-Location im Großraum bis München werden“, sagt Casino Salzburg Direktor Wolfgang Haubenwaller.

Als Generalunternehmer beauftragte Casinos Austria das steirische Familienunternehmen KAMPER Handwerk+Bau GmbH. Die architektonische Planung des Projekts übernahm bis zu seinem Ableben im November 2015 Architekt Dipl.-Ing. August Cisar und sein Büro. Die Kosten für die Sanierung von Schloss Klessheim beziffert Casinos Austria mit 14,3 Millionen Euro.

www.salzburg.casinos.at