12. Jan 2017

Brutalismus im Vitra Design Museum

Die Architektur des Brutalismus ist eine in den 1950er Jahren in Großbritannien begründete, umstrittene Tendenz der Nachkriegsmoderne, die mit expressiven Gebäudeformationen aus rohen Materialien eine kompromisslose Formensprache hervorbrachte. Im ganzen Land planten führende Architekten von Beton geprägte Großsiedlungen mit teils eigenwillig gestalteten Kinderspielplätzen. Das Vitra Design Museum zeigt diese Ausstellung des Royal Institute of British Architects (RIBA) vom 14. Jänner bis 16. April 2017. Für die Ausstellung nutzten das Architekturkollektiv Assemble (Gewinner des Turner Prize 2015) und der Künstler Simon Terrill Archivmaterial des RIBA, um heute zerstörte „brutalistische“ Spielplätze neu zu erschaffen – als Hybrid aus Installation und begehbarer Skulptur für Erwachsene und Kinder.

Die internationale Strömung des Brutalismus wird aktuell wiederentdeckt und diskutiert. Viele Gebäude sind baufällig und vom Abriss bedroht. Architekten, Historiker und Denkmalschützer revidieren derzeit die oberflächliche Rezeption des Brutalismus. Die Ausstellung „The Brutalist Playground“ macht die ursprünglichen Konzepte dieser Architektur räumlich erlebbar. Nicht nur Kinder können in der Ausstellung, wie einst von den Architekten propagiert, „der Fantasie freien Lauf lassen“, auch Erwachsene sind dazu eingeladen in die surrealen Spiellandschaften der Nachkriegszeit einzutauchen und eine neue, unverfälschte Sicht auf die brutalistische Architektur zu gewinnen.

The Brutalist Playground

14.01. – 16.04.2017

Vitra Design Museum Gallery, Weil am Rhein

www.design-museum.de